von schlichtwelt | 12. Dezember 2025 | Aufreger
Es gibt Dinge, da stehst du daneben und denkst dir: Leute, Leute, Leute. Mich wundert um die Menschheit echt gar nichts mehr.
Der Lidl hier hatte ein halbes Jahr zu. Ein halbes Jahr. Und dann gestern Morgen um 7 Uhr Wiedereröffnung. Und was passiert? Gestern und heute war da die Hölle los, als gäbe es kein Morgen. Als hätte man sechs Monate lang in der Wildnis überlebt und müsste jetzt endlich wieder ans Futter.
Und wieso eigentlich?
Es wird der gleiche Mist verkauft wie vorher auch.
Nicht „endlich wieder frisches Brot vom Dorfäckerl“. Nicht „endlich wieder regionale Kartoffeln direkt vom Feld nebenan“.
Nein. Das exakt gleiche Regal voller Zeug, das ich seit Jahren in jedem x beliebigen Supermarkt sehe. Immer dieselben bunten Verpackungen. Immer dieselben Lockangebote. Immer derselbe Krempel, der dir suggeriert, du brauchst ihn, damit dein Leben komplett ist.
Und das ist der Punkt, der mich wirklich fertig macht. Wir leben in einer Zeit, in der jeder über alles klagt. Alles ist teuer. Alles ist stressig. Alles ist ungerecht. Und dann rennen Menschen wie im Ausnahmezustand in einen Discounter, weil die Türen wieder aufgehen, und stopfen Einkaufswagen voll mit Zeug, das weder nährt noch glücklich macht, sondern einfach nur da ist.
Ich sag dir was. Egal in welchen Supermarkt ich gehe, ich brauche vielleicht 5 Prozent der Artikel. Maximal. Der Rest ist für mich Lärm. Regalgewordener Lärm.
Was kaufe ich wirklich?
Mehl, Butter, Joghurt, Milch, Honig und Tee. Das jede Woche. Hefe alle zwei Wochen. Gemüse und Obst jede Woche. Toilettenpapier und Küchenrollen alle paar Wochen.
Putzmittel einmal im Jahr. Hin und wieder Kaffee. Und ja, Fleisch auch ein wenig. Da sitzt noch ein kleiner Neandertaler in mir. Ich arbeite dran. Aber Grünkernwürste schmecken einfach unlustig. So ist es halt.
Und dann guckst du dir den Rest im Laden an.
Zig Konserven, als würde morgen die Zombie Apokalypse starten. Fünf Millionen Öle, als wäre Öl ein Lifestyle. 153 Soßen, damit auch ja keiner mehr merkt, wie ein echtes Lebensmittel schmeckt. Dieses ganze Maggi Knorr Gedöns, bei dem du am Ende nur noch Salz, Aroma und Nostalgie isst. Und dann stehen Leute davor, als würden sie gerade zwischen Philosophie und Weltfrieden wählen.
Und am schlimmsten ist dieses Gefühl, das dahinter steckt: Hauptsache Auswahl.
Hauptsache viel. Hauptsache Wagen voll.
Dabei ist ein voller Wagen noch nie ein Beweis für gutes Leben gewesen. Ein voller Wagen heißt erstmal nur: viel Zeug.
Das Kühlregal laufe ich an für Butter, Milch und Joghurt. Fertig. Alkohol wird überbewertet. Ich brauche nicht 30 Sorten Mineralwasser, und schon gar nicht in Plastikflaschen. Ich brauche auch keine fünf verschiedenen „Protein irgendwas“ mit Geschmack „Schoko Cookie Birthday“. Wenn ich Schoko Cookie will, esse ich einen Keks. Und wenn ich Geburtstag will, feiere ich. Ganz ohne Pulver.
Und jetzt kommt der Teil, der mich wirklich ärgert. Nicht, dass Menschen einkaufen. Nicht, dass da Mitarbeiter stehen, die ihren Job machen. Die können am wenigsten dafür. Sondern diese kollektive Aufregung um eine Discounter Wiedereröffnung. Dieses Eventisieren von Konsum. Als wäre das der Ort, an dem das Leben wieder beginnt.
Dabei wäre die echte Sensation doch etwas anderes. Stell dir vor, die Leute würden diese Energie mal in die richtigen Dinge stecken.
Stell dir vor, sie würden die Sessler Mühle in Althengstett stürmen. Nicht weil da irgendein Fernseher 30 Euro billiger ist, sondern weil sie begriffen haben, dass regional kaufen mehr ist als ein hübsches Wort für Bio Instagram. Weil sie merken, dass da Ware vom Nachbarn liegt. Dass da jemand hinter dem Produkt steht. Dass da Boden, Wetter, Arbeit und echte Qualität drin steckt.
Aber nein. Stattdessen rennen sie in den Lidl, weil die Türen wieder auf sind, und feiern es, dass sie wieder zwischen 20 Sorten Toast wählen können, von denen keine nach Brot schmeckt.
Ich brauche einen Supermarkt, 70 Quadratmeter. Das reicht. Und selbst da brauche ich nur einen Teil. Mehr Auswahl macht das Leben nicht besser. Es macht nur den Kopf voller. Und das ist ohnehin schon das Problem unserer Zeit. Alles ist voll. Kopf voll. Kalender voll. Wohnung voll. Wagen voll. Und gleichzeitig fühlt sich alles leer an.
Vielleicht, nur vielleicht, liegt es daran, dass viele nicht mehr unterscheiden können zwischen „Ich brauche“ und „Ich will gerade kurz was fühlen“.
Und dann ist Einkaufen halt das, was man noch fühlt. Licht. Musik. Farben. Angebote. Belohnung. Der kleine Kick an der Kasse. Das ist wie Fastfood fürs Hirn.
Mich entsetzt das, was da die letzten beiden Tage abging, wirklich. Und ja, ich arbeite nebendran. Ich sehe es. Ich höre es. Ich rieche es. Diese Mischung aus Hektik, Plastik und „Jetzt aber schnell, sonst ist es weg“. Als ob etwas weg wäre, wenn der Laden zu hat. Als ob es plötzlich etwas Besonderes wäre, denselben Kram wieder kaufen zu dürfen.
Ich glaube, ich werde weiterhin keinen Schritt in Lidl machen. Oder Aldi. Nicht aus moralischer Überlegenheit. Sondern aus Selbstschutz. Weil ich keine Lust habe, mich in dieser Konsumhysterie zu verlieren. Weil ich lieber dorthin gehe, wo ich noch das Gefühl habe: Das hat mit Leben zu tun. Mit Essen. Mit Herkunft. Mit Geschmack. Mit Respekt.
Und ganz ehrlich: Wenn wir schon irgendwas stürmen müssen, dann bitte Orte, die es verdienen. Orte, die die Region tragen. Menschen, die Qualität machen, statt Verpackung. Dinge, die uns wirklich ernähren.
Aber dieses „Wiedereröffnung und alle drehen durch“, das verstehe ich nicht. Und ich will es auch gar nicht mehr verstehen.
Manchmal ist es besser, einfach draußen zu bleiben.
– Roland
von schlichtwelt | 11. November 2025 | Aufreger
Liebe Verantwortlichen, liebe Umweltschützer, liebe Alle, die sonst keine Probleme haben,
jetzt isch‘s passiert.
Jetzt hat die Welt aich zeigt, wo de Frosch die Locken hätt. Jetzt isch se vereint nogestanden und hat euch allen den Stinki gezeigt und vermittelt, wie immens wichtig es doch ist, im Pferdesport mal so richtig Äkschen zu sehen. So richtig die Gäul loszulassen. So richtig blutig.
Mei Onkel hätt g‘sagt, wie in so nem gute Horrorfilm mit Köpf abhagge un so.
Mei, bin ich was sackstolz auf eich.
Aber jetzt zu eim ganz annere Problem.
Un sorry für mei dabbiche Dialekt. I bim im Droiländeregg groß worre. Pfalz, Bade, Schwobe, Deitschland.
Un dann noch ganz enge Kondagd mim Saarländer ghobt. Des isch dann so, dass i koi richtig äh koi Idenfizidings henn. Also ma wees gar nedd zu wem ma ghört und wie gschwätzt wird.
Auf alle Fäll ischs so, dass man unabhängig davon nu eh richtigs Problem han.
Deletscht, also grad hogg i nachts uffem Klo.
Denk an nix bleeds. Und do fliagt ma so a dappich Viech ums Ohr. So oins wo ihr grad mei Milliarde vaplempert, damit en Tunnel im Tunnel gebaschtelt wird.
Nedd so mit Sinn, sondern dmit des Viechzeug nedd mim Zug zammfliegt. Für en Bähnle wo eure Vorfahre oifach abgschafft henn. Und jetzt kummt so a Sesselpupsa und soi Ohöngerschaft uff dappich Idee, dass es dappich war des obzuschaffe.
War’s echt scho, also richtig dappich.
Nu simma jahrelang von Weil der Stadt nach Calw gloffe und freuet uns, dass ma endlich aus unsre Höhlenwohnunge ausziga kenne und wie normale Mensche mitm Bähnle umeinandergurke kenne.
Wenn do nedd s‘gschissne Viech do wär.
Jedenfalls fliagt ma also da im Hogge im Klo nachts eben DES Viach ums Ohr.
Und jetzt geht’s drum, was mach i jetzt?
Isch des Viach jetzt do, weil‘s koin annerer Platz gfunde hot?
Muss ich mir jetzt e Klo im Klo baschtle?
Un därf i die ekelhafte Exkremente oifach wegwische?
Un wer zahlt mein Schleuderdrama vom ausweiche?
Weil i mog de Viechers scho au a weng.
Aber wenn die jetzt koi Bogg uff aiern Tunnel im Tunnel henn unn liaba uff meim Klo abhönget, sollt ma ma gugge inwieweit ma mich do unterstützet.
Es muss ja nedd soviel soi wie mit den viele Nulle, die koi Seggel sich merke ko. Ma kann’s Geld oifach wiege. Oder so ä Sackkarr voll vorbeibringa. Dann gugg ich, so e Klo im Klo werd ich scho irschendwie nabringe.
Mensch, wenn ma aich nedd hätt‘.
Roland
von schlichtwelt | 25. September 2025 | Firlefanz
Manchmal weiss ich nicht, was schlimmer ist: Der, der den Mindestlohn eingeführt hat oder die Firma, die den Mindestlohn bezahlt.
Es gab eine vor vielen Jahrzehnten mal eine Zeit, da hatte ich keinen Job. Aus verschiedenen Gründen.
Und in dieser Zeit hatte ich kurz dran gedacht, bei Mecces mal nachzufragen. Ich war halt auch mal jung und brauchte das Geld. Mich hat damals bald auf den Hosenboden gesetzt, als mit unterbreitet wurde, dass man pro Stunde 4 Mark und ein paar Zerquetschte bekommt bzw. bekam. Trotz allem haben die augenscheinlich immer viel Personal gehabt. Mich nicht.
Ich meine, als Nebenverdienst mag das damals ok gewesen sein, aber doch nicht als Hauptverdienst. Selbst im Nebenverdienst habe ich damals bereits 10,- DM pro Stunde im Aldi bekommen.
Nach wie vor kann ich nicht verstehen, wie man sich das antun kann für so wenig Geld seine Lebensenergie aufzubringen.
Ein bissle ist halt besser als gar nix.
Ja. Das ist teilweise korrekt.
Aber es kommt immer den Firmen zugute, die entweder so groß sind, dass sie sich die Ausbeutung leisten können. Oder die Firmen sind so klein und kalkulieren die Personalkosten als notwendiges Übel und versuchen den Kostenfaktor so gering wie möglich zu halten.
Das kann ich irgendwo sogar ein klein wenig nachvollziehen.
Aber Fakt ist, wenn ich als Firma, als Gewerbebetrieb, etwas in Rechnung stelle, dann sollte im Vorfeld alles so kalkuliert sein, dass der menschliche Part dabei auch adäquat entlohnt wird.
Jeder kennt den Spruch: Wer billigt kauft, kauft zweimal.
Euer Personal, so ihr denn welches benötigt, ist EUER KAPITAL. Und nicht euer notwendiges Übel, damit ihr Euch Euren dicken Bauch noch dicker mampfen könnt.
Sondern das Personal ist DEIN GRUNDSTOCK.
Klar hockst du da oben mit deinem Fischkopf und bekommst dein Konto nicht voll genug. Aber das Personal hat hier nicht unerheblichen Einfluss darauf.
Und natürlich kam so ein sesselpupsender Politiker auf die Idee, man könnte ja Mindestlohn einführen, dann, ja dann geht es allen besser.
Mich fragt ja zum Glück niemand. Aber hat jemand allen Ernstes daran geglaubt, dass sich für irgendjemand die Lage bessert? In der Tat würden mich hier doch Stimmen interessieren, die nach Mindestlohn bezahlt werden. Und die mir dann sagen: Klar, ich kann gut davon leben.
Bei gerundeten 12,50 Euro die Stunde mal 40 Stunden pro Woche mal 4 Wochen im Monat kommt man auf sage und schreibe 2000 Euro brutto. Da bleiben je nach Steuerklasse 1200 bis 1600 Euro übrig. Und natürlich gibt es dann auch nur den Mindesturlaub.
Jetzt kann man sagen, 1600,- Euro ist doch gar nicht so schlecht.
Für Fritz, der Zuhause bei Mama wohnt und sonst keine Kosten hat mag das stimmen. Aber für Ferdinand, der sich eine kleine 1Zimmer-Wohnung nimmt, die mittlerweile 700 Euro kostet, plus Handy, plus Auto, plus Sprit, plus Lebensmittel bleibt halt genauso viel, dass er sagt: Zum Sterben zuviel, zum Leben zuwenig.
Und viel schlimmer ist, die Mindestlohnarbeitnehmer machen fast alle Jobs, die sonst keine Sau machen will.
Entweder man wird dreckig, oder sie ist schwer, oder langweilig. Was auch immer.
Keiner der Fischköpfe würde für gleiches Geld die gleiche Arbeit machen. Keiner!
Und das Problem lässt sich nicht mit noch höheren Mindestlöhnen beheben. Sondern mit einer adäquaten und gerechten Bezahlung für die erbrachte Leistung.
Und wenn mir jemand vorjammert: Mimimi. Die Leute wollen heutzutage nicht mehr arbeiten, dann ist das einfach nicht die Wahrheit.
Die Leute wollen NICHT DEINE UNLIEBSAME ARBEIT machen für die du Fischkopf dir zu schade bist.
Weil du zahlst nur den Mindestlohn. Was erwartest du? Und wenn dann dein Gewinn nicht stimmt, dann hast DU versagt und nicht dein Mitarbeiter.
Man bekommt immer das was man zahlt.
Und manchmal wünschte ich mir, es gäbe mehr Mumm in den Menschen, um zu zeigen, so geht das mit mir nicht.
Natürlich würde alles teuerer werden und der ganze Teufelskreis hintendran. Aber ich sage mal so, es gibt genug Firmen, die weit mehr zahlen als den Mindestlohn, denen es (zumindest noch) blendend geht.
Deswegen kann man nur den imaginären Stinkefinger zeigen, wenn ein Fischkopf von dir richtig gute harte Arbeit verlangt.
Denn DU bist ihm NUR den Mindestlohn wert.
von schlichtwelt | 24. September 2025 | Firlefanz
Mimimi. Es regnet. Mimimimi.
Ich spule mal vor.
Mimimi. Es ist kalt. Mimimi.
zrrzzrrrrzr.
Mimimi. Es ist zu warm. Mimimi.
Kennste auch?
Also ich meine, wenn man sich sonst nichts zu erzählen hat, dann sag das doch deinem Gegenüber. Oder sei leise.
Aber ständig dieses oberflächliche Rumgeheule. Manche nennen es auch Smalltalk. Das konnte ich noch nie 🙂 Entweder ich rede was oder halt eben nicht. Oft ist dieses Nicht für mich die bessere Wahl.
Je mehr man Menschen beobachtet und einfach reden lässt, umso schneller kann man sich eine Meinung bilden.
Ja, ich packe auch alles in Schubladen. Aber zumindest bin ich so fair und warte kurz ab, ob die Schublade passt. So kurz bevor ich den Aufkleber dran mache 🙂 Und ganz manchmal, so ein klitzekleines Wenigmanchmal, da mache ich ganz heimlich die Schublade wieder auf und hole jemand raus. Stecke ihn dann in die andere Schublade. Nach weiter unten.
Moment, jetzt habe ich mich schon wieder verkaspert.
Ja, der Regen. Der Regen ist nunmal Natur.
Ich finde immer ganz witzig, die größten Jammerlappen sind am allerwenigsten draußen. Die sitzen da schön im Warmen mit ihrem Hafermilch-Latte, tippen ein wenig am Handy rum und jammern mit den Kollegen. Über den Regen. Und vielleicht noch über den Bürostreß. Über den Rest haben sie gestern schon gejammert. Da kommt der Regen gerade recht. Nicht, dass das Gesprächsthema ausgeht.
Während Kathi mal wieder in einem Offenstall unterwegs ist, um Pferde zu behandeln. Es gibt so Ställe, da gibt es kein Dach. Oder wenig Dach. Und Kathi hält tapfer durch. Die Finger schon aufgeweicht, die Blase übervoll. Und mit Druck in der Blase ständig die Regentropfen zu hören ist auch suboptimal.
Aber sie hält tapfer durch. Währenddessen in irgendeinem Büro der Nächste beginnt über den Regen zu jammern.
Ich meine, über was jammert man denn? Über die 20 Sekunden zum Auto rennen? Oder die 20 Sekunden, die man vom 50TausendEuro-Auto in den Discounter benötigt, um die günstigste Milch zu kaufen?
Oh, sorry, meine Schubladen klappern gerade wie blöde. Und meine Finger tippen heute so richtig Fieses *teuflischesGelächterbittehiereinfügen* 🙂
Es ist halt die Natur. Ich kann mich jetzt kollektiv verhalten und da mitjammern, aber wieso denn? Die Natur braucht es. Das sagt Kathi immer und immer wieder. Und die Landwirte. Und unser Apfelbaum.
Ansonsten gibt es keine Spezies, die jammert. Die Pferde stehen draussen und grasen. Jetzt glänzen sie endlich wieder. Den Hunden ist es – meistens – auch egal. Ok, ausser der Miss Pompadour. Die bekommt halt auch ein Mäntelchen an. So ein Hund würde jetzt freiwillig auch nicht umherwandern. Und das kleine Knochenkasperle friert halt ohne schützende Unterhautfettschicht etwas.
Einzig die Regenwürmer. Die rennen um ihr Leben. Denn im Gegensatz zu den Sesselpupsern ertrinken die in Pfützen.
Zugegebermaßen kann ich mir auch besseres vorstellen, als im Regenbruns mit den Hunden unterwegs zu sein. Aber ich kann meine Gedanken auch für gute Dinge aufwenden, anstatt mich kollektiv in die Regendepression zu flüchten.
Und ganz schlimm ist auch die Massenhysterie in den Nachrichten. In Besigheim bauen sie schon eine Arche Noah. In Stuttgart berät man, ob man den Sylter Strand in Sandsäcke füllt und herkarrt. Ja i know. Das Ahrtal. Und Braunsbach. Die Flut. Das ist logischerweise furchtbar. Aber wir können jetzt alle entweder Angst bis ans Lebensende haben und jammern.
Oder leben.
– Roland